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Saxcity – Moon In The Blue Cocoon

  Moon In The Blue Cocoon
1 Cape Of Good Hope 5'49
2 Dolores 6'16
3 Lo Misterio (De Los Dollares Bailandos) 6'36
4 Moon In The Blue Cocoon 4'49
5 Loss Jonn, Hombre 4'33
6 Lo Ultimos Dias De Lluvia 5'31
   She Leaps In ... From A Passing Cloud
7 Part 1: Exciting Expectation 2'36
8 Part 2: The Passing Cloud 4'24
9 Part 3: She Could Drag Me Along 3'41
10 C-Journey 5'16

total time 50'43

Friedrich Kullmann: Tenorsaxophon, Komposition und Arrangement
Wolfgang M. Molinski: Sopransaxophon und Altsaxophon
Florian Schneider: Sopransaxophon und Altsaxophon
Bernd Winterschladen: Baritonsaxophon

Recorded at Topaz Audio Studios Köln, 27.02. –02.03.2003, Mixed 26./27.04.2003, Mastered 26.05.2003
Engineer: Reinhard Kobialka
Photos: Wolfgang M. Molinski

DDD GEMA c OBST 2003 p Friedrich Kullmann 2003






Der Mond scheint im blauen Kokon

Sie haben in der WDR-Big-Band ihre Erfahrungen gesammelt, bei BAP, bei der KÖLNER SAXOPHON MAFIA oder bei THE PIANO HAS BEEN DRINKING: Dennoch war es für die vier Saxophonisten von SAXCITY so etwas wie das erste Mal, als sie im Ehrenfelder Loft aufspielten. Das Quartett stellte die Stücke seiner CD »moon in the blue cocoon« vor, auf der sie wie im Konzert ganz ohne Rhythmusgruppe auskommen – und das, obwohl es sich um lateinamerikanische Musik handelt.

"Es war natürlich eine große Herausforderung für uns, das hinzukriegen", erzählt Friedrich Kullmann, Tenorbläser und Komponist aller Stücke. "Wir wollten aber auch zeigen, daß lateinamerikanische Musik nicht nur aus Rhythmus besteht und daß man ganz anders an solche Traditionen herangehen kann." Ein weiterer faszinierender Aspekt der südamerikanischen Musik ist für Friedrich Kullmann ihre "Verständlichkeit", sie könne den Zuhörer unmittelbar erreichen. Die Stücke von SAXCITY unterstreichen dies durch ihre liedhaften Themen, und die Arrangements bleiben transparent, auch wenn sie oft vierstimmig angelegt sind. Und obwohl die Titel – in der deutschen Übersetzung – etwa »Mond im blauen Kokon« oder »Die Geheimnisse der tanzenden Dollars« lauten, muß sich der Zuhörer nicht auf allzu freie Interpretationen einstellen: "Wir bleiben immer nah am Arrangement", so Kullmann, "lange Soli, die ins Nirwana abgleiten, vermeiden wir." Aber so derb-zupackend wie es der Titel »Loss jonn, hombre« vermuten läßt, wird die Musik auch nicht.

Kölnische Rundschau 29.4.2004
Hans-Willi Hermans

 

   
uo; – mit einer maßgeschneiderten Begleitung versehen.
"Heute morgen mich plötzlich wieder mal
auf der Straße pfeifen gehört:
einfach so, Johnny Griffin »Wait in the Water«.
Doch kein schlechtes Zeichen.
Ob es länger reicht als für den Tag - schwer zu sagen.
Immerhin: als ich merke was los ist,
vorn, mein Mund, die Lippen
ohne jeden erkennbaren Anlass von sich aus zugespitzt
und auf einmal ist die ganze Parkallee am pfiffeln!
Da muss ich doch was losgeflötet haben."

Ein Hauch Selbstironie

Keine Frage, hier spricht der Dichter, wie immer ironisch, von sich selbst - und von seiner Kunst, dem zersplitternden Ego wenigstens im Gedicht so etwas wie Fassung zu geben. Und das mit einer Leichtigkeit, um die manch anderer Achtundsiebzigjährige ihn beneiden wird. Mal variiert Rühmkorf in seinen "vorletzten Gedichten" Volkslied-Strophen, mal tupft er auf lockerem Versfuß Bagatellen und Capriccios hin – und wirft dabei durchaus auch existentielle Grundfragen auf.
"Die Frage nach dem Sinn kennt keine Ruh:
Wohl weiß ich, dass ich bin,
doch nicht wozu.
Trotzdem behaupte ich: die Welt alleine,
ich meine: ohne mich
das wär’ noch keine.
Selbst meine Tante wär’ nicht meine T